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Augmented und Virtual Reality im Social Media Marketing
Thu
21.4.2022
aktualisiert:
Fri
13.5.22

Augmented und Virtual Reality im Social Media Marketing

D2C
E-Commerce
Social Media Marketing
Lesedauer ca.
7
Minuten
Sara Preuß
Sara Preuß
Team Online Marketing

Um die Aufmerksamkeit von (potenziellen) Kunden auf sich zu ziehen, müssen Unternehmen, besonders in der heutigen Zeit, immer am Ball bleiben. Aktuelle Trends aufgreifen und sich mit neuen Technologien, wie z.B.

  • Augmented Reality (AR) und
  • Virtual Reality (VR) auseinandersetzen.

Diese beiden Begriffe hast du bestimmt schon öfter gehört. Doch was genau steckt eigentlich dahinter? Was hat das Metaverse, über das gerade alle sprechen, damit zu tun?

Die wichtigsten Informationen über AR, VR und wie du sie in dein Social-Media-Marketing integrieren kannst, haben wir für dich zusammengefasst.

Was sind AR und VR?

AR und VR sind neue Technologien, die es ermöglichen, die reale Welt mit der virtuellen Welt zu verschmelzen. . Oft werden die beiden Begriffe als Synonyme benutzt. Das ist allerdings nicht richtig, denn es handelt sich um zwei verschiedene Technologien, die sich ganz klar voneinander unterscheiden.

AR - Augmented Reality

Was ist AR?

Die Abkürzung AR steht für Augmented Reality, was auf deutsch erweiterte Realität bedeutet. Allein der Name drückt bereits aus, was es mit dieser Technologie auf sich hat. Durch AR wird die reale Welt um virtuelle Elemente ergänzt, die wie Layer über die reale Umgebung projiziert werden. Das können zum Beispiel Texte, Grafiken und Objekte sein, die du dann mit einer AR Brille oder ganz einfach über deine Smartphone- oder Tablet-Kamera wahrnehmen kannst.

Wo wird AR am häufigsten angewendet?

Am bekanntesten sind wohl die verschiedensten AR Filter von Snapchat, Instagram und TikTok, die wir meist einfach nur zur Unterhaltung nutzen. So können wir lustige Fotos und Videos mit Freunden teilen.

Wie lange gibt es AR schon?

Der Ursprung von AR liegt schon ca. 50 Jahre zurück, doch erst in den letzten 5 bis 10 Jahren wurde die Technologie bekannter und massentauglich. Erinnerst du dich noch an den Pokémon-Go-Hype von 2016? Hier wurde AR genutzt, um die verschiedenen Pokémon in der Umgebung zu platzieren. Unter den Social-Media-Plattformen war Snapchat der Vorreiter und bot Filter an, die einem Hunde- oder Katzenohren oder eine coole Sonnenbrille verpassten. Seit dem hat sich einiges getan und AR Filter sind aus den sozialen Medien nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Unternehmen nutzen Augmented Reality, um die Brand-Awareness zu erhöhen und um mit potenziellen Kunden in Interaktion zu treten.

Vorteile von AR

  • Spielerische Interaktion mit Brands

Durch gebrandete AR Filter und Lenses, die über Social Media geteilt werden können, lässt sich der Bekanntheitsgrad einer Marke erhöhen. Nutzer können dadurch spielerisch mit einer Marke in Interaktion treten. Durch das Teilen von Fotos und Videos, für die der Filter einer Marke verwendet wurde, werden die Nutzer selbst zu Markenbotschaftern.

  • Aus- und Anprobieren von Produkten

Durch AR lassen sich Produkte vor dem Kauf aus oder anprobieren. Potenzielle Kunden können z.B. Make-up ausprobieren oder sich ansehen, wie verschiedene Klamotten an ihnen aussehen. Oder sie probieren aus, wie sich das Wunsch-Sofa im Wohnzimmer macht. Das führt zum einen zu weniger Retouren, und zum anderen zu mehr Sales. Denn Kunden können so spielerisch Produkte entdecken, die ihnen zuvor nicht bekannt waren oder uninteressant erschienen.

  • Kein teures Zusatz-Equipment nötig

Ein sehr großer Vorteil von AR ist definitiv der einfache Zugriff auf die Inhalte über das Smartphone oder Tablet. Nutzer müssen sich kein zusätzliches Equipment zulegen, sondern können die bereits in ihrem Gerät integrierte Kamera nutzen. Lediglich das Herunterladen einer bestimmten App ist in manchen Fällen notwendig.

Nachteil von AR

Der einzige kleine Nachteil der Technologie ist die fehlende Interaktion mit den virtuellen Objekten. Durch AR können virtuelle Objekte zwar in der realen Welt “platziert” werden, es ist aber nicht möglich direkt mit ihnen zu interagieren. Z.b. kann ein virtuelles Sofa nicht tatsächlich verschoben werden etc. Dafür müsste man es über den Bildschirm an einer anderen Stelle neu platzieren.

eine Frau gestaltet mithilfe von AR das Wohnzimmer neu
Produkte vor dem Kauf 'testen' ist mit AR kein Problem.

VR - Virtual Reality

Was ist VR

VR, Virtual Reality bedeutet übersetzt virtuelle Realität. Im Gegensatz zu AR wird die reale Welt hier nicht ergänzt, sondern es handelt sich um eine komplette virtuelle Welt. Also eine computerbasierte Simulation, die durch Audio-Inhalte vervollständigt wird. Die reale Welt wird vollkommen ausgeblendet, wenn du als Nutzer in die virtuelle Welt eintauchst. Damit das funktioniert, benötigst du ein spezielles VR Headset mit Brille und oft bereits integrierten Kopfhörern.

Einsatzmöglichkeiten von VR

Für Virtual Reality gibt es nahezu unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten. Besonders populär ist die Technologie schon etwas länger im Gaming-Sektor. Hier kannst du mithilfe von VR in die virtuelle Welt eines Spiels eintauchen. Aber auch in anderen ganz unterschiedlichen Bereichen,

  • wie Medizin,
  • Architektur,
  • Industrie,
  • Tourismus,
  • Marketing
  • und Business

ist die Technologie auf dem Vormarsch.

Meta hat mit Horizon seine eigene VR social networking Plattform im Metaverse geschaffen. Hier kannst du Spiele mit anderen zusammen erleben, oder Business Meetings im Horizon Workspace abhalten. Dabei bekommst du -  anders als bei Video Calls - wirklich das Gefühl, zusammen an einem Tisch zu sitzen. Ganz unabhängig davon, ob ihr euch in der realen Welt vielleicht sogar auf verschiedenen Kontinenten befindet. Es eröffnen sich hier - im wahrsten Sinne des Wortes - ganz neue Welten und Möglichkeiten. Wie das aussehen kann, siehst du im Video.

Vorteile von VR

  • Eintauchen in eine andere Welt

Mithilfe von VR kannst du in eine ganz andere Welt eintauchen und diese hautnah erleben. Du bist nicht nur dabei, du bist mittendrin!

Unternehmen können im Metaverse ganz eigene Welten und Produkte erschaffen und ihren (potenziellen) Kunden eine außergewöhnliche Brand-Experience ermöglichen.

  • Mit virtuellen Objekten interagieren

In dieser virtuellen Welt ist es möglich, mit den Objekten in Interaktion zu treten und sie zu verändern. Zum Beispiel kannst du im Horizon Workspace die Ergebnisse des Brainstormings handschriftlich auf einem virtuellen Whiteboard festhalten. Kunden können kreativ werden, Produkte individualisieren und das Ergebnis direkt dreidimensional erleben. Dadurch bietest du deinen Kunden die Möglichkeit, ein einzigartiges Produkt genau nach ihren individuellen Vorlieben zu kreieren. Der Kunde wird zum Co-Creator und wirkt aktiv am Endprodukt mit. Das bindet ihn emotional stärker an deine Marke. Ein gelungenes Beispiel hierfür ist die VR Küche von Ikea. Mit dieser virtuellen Küche können Kunden direkt interagieren und sie nach ihren Wünschen gestalten. Das Endprodukt kann dann direkt bestellt werden.

  • Gefühle hervorrufen

Im Marketing dreht sich vieles darum, ein bestimmtes Gefühl beim Kunden auszulösen. Durch das komplette eintauchen in eine virtuelle Welt, weckst du beim Kunden ungeahnte Gefühle und kannst VR im Marketing für emotionales Storytelling einsetzten. So bietest du deinen Kunden ein emotionales Erlebnis mit deiner Marke und deinen Produkten und bindest sie an deine Marke.

Auch das Gefühl von Zusammensein wird mithilfe von VR sehr realitätsnah. Nimm deine Kunden beispielsweise mit hinter die Kulissen deines Unternehmens und gib ihnen das Gefühl, gemeinsam vor Ort zu sein.

  • Soziale Interaktion

Das VR Erlebnis ist in der Lage, uns ein tatsächliches Gefühl des Zusammenseins zu ermöglichen. Dadurch fühlt sich soziale Interaktion innerhalb der virtuellen Welt ganz schön echt an. Wirklich nachvollziehen können das die meisten Personen erst, wenn sie selbst eine VR Erfahrung machen konnten.

Nachteile von VR

  • Noch nicht zu 100 % ausgereift

Noch steckt VR und das Metaverse in den Kinderschuhen. Die Technologie ist noch nicht voll ausgereift und technische Möglichkeiten sind noch etwas begrenzt. Trotzdem lässt sich mit VR schon einiges umsetzen, was wir vor ein paar Jahren nur aus Science Fiction Filmen kannten.

  • Produktion von komplexen, aufwendigen Welten kostspielig

Dadurch, dass die Technologie noch in der Entwicklung ist, ist die Produktion von komplexen, aufwendigen Welten und Produkten noch etwas kostspieliger. Wenn du nicht unbedingt eine komplette virtuelle Markenwelt erschaffen möchtest, kannst du deinen Kunden mit VR aber auch jetzt schon ein einzigartiges Erlebnis bieten.

  • Teures Zubehör

Um komplett virtuelle Welten eintauchen zu können, benötigst du ein VR Headset. Das ist mit einigen hundert Euro eine Investition, die nicht jeder mal schnell tätigt. Gut zu wissen: Wenn du auch ohne VR-Brille mal einen Blick in die virtuelle Welt Decentralland werfen möchtest, kannst du das auch über deinen Desktop. Das richtige Feeling bekommst du aber erst mit VR.

eine Frau nimmt mit einer VR-Brille an einem Business-Meeting im Metaverse teil
In virtuellen Welten zusammen an einem Tisch sitzen - das geht mit VR.

Auswirkungen von AR und VR auf Social-Media-Marketing

Mehr Absatz, mehr Umsatz?

Der Einsatz von AR und VR im Marketing kann dir zu mehr Absatz und mehr Umsatz verhelfen. Durch AR und VR können potenzielle Kunden spielerisch Produkte und Marken entdecken. Auch solche, die sie sonst vielleicht gar nicht in Erwägung gezogen hätten oder von denen sie dachten, sie wären für sie uninteressant. Wenn sie aber erst einmal sehen, wie toll z.B. das Sofa bei ihnen im Wohnzimmer aussehen würde, kann es gut sein, dass dir das zu mehr Sales verhilft.

Auch Käufe, die aufgrund von Unsicherheiten nicht getätigt werden, kannst du so umgehen. Wenn es möglich ist, z.B. die neue Jeans vorher an sich selbst zu sehen, greifen Kunden eher zu. Und bestellen im besten Fall gleich noch die andere Jeans dazu, weil auch die einfach super an ihnen aussieht.

Weniger Retouren sind ebenfalls eine Folge des Einsatzes von AR und VR im Marketing. Dadurch, dass Kunden vorher Produkte an- und ausprobieren können, müssen sie weniger zurückgeben. Sie wissen ja bereits, dass das Sofa zum Stil im Wohnzimmer passt oder ihnen die Farbe eines Kleidungsstücks steht. Das wiederum führt dazu, dass deine Kunden zufriedener sind, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit wieder bei dir kaufen und deine Marke weiterempfehlen. Win-win!

Gewinner und Verlierer

Verlierer werden auf jeden Fall die Unternehmen sein, die nicht rechtzeitig auf den Zug aufspringen. Außerdem diejenigen, die AR und VR als reine Spielerei ansehen und das Marketing Potenzial nicht sehen (wollen). Denn auch wenn es bei diesen neuen Technologien noch Verbesserungspotenzial gibt, lohnt es sich, jetzt anzufangen und sich als Vorreiter einen Namen zu machen.

Im Gegensatz dazu werden die Marken als Gewinner hervorgehen, die bereits früh mit den Technologien experimentieren, sie für ihre Produkte passend einsetzen und verstehen, welche Möglichkeiten für ihre Zielgruppe interessant sind.

Aktuelle Auswirkungen im Social-Media-Marketing

Besonders AR ist definitiv schon seit einiger Zeit im Social-Media-Marketing angekommen. Mit verschiedensten Filtern, die über Plattformen wie Instagram und TikTok angeboten werden, steigern Marken bereits jetzt enorm ihre Brand Awareness und bieten Kunden ein besonderes Marken- und Shoppingerlebnis.

VR hingegen ist noch nicht so richtig massentauglich und nicht wirklich im Social-Media-Marketing angekommen. Dennoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis immer mehr Menschen Zugang zu VR Erlebnissen bekommen und somit auch Social Media in der virtuellen Welt erleben können. Dann liegt es an den Unternehmen, schnell zu sein und ins VR Social Marketing einzusteigen, um das Potenzial voll auszuschöpfen.

Zukunftstrends

Besonders im Ausbau und in der Verbesserung der bereits oben genannten Möglichkeiten durch AR und VR liegt großes Potenzial. Im Marketing wird es besonders interessant sein, dem Kunden die Möglichkeit zu bieten, Produkte mithilfe der Technologien an oder auszuprobieren. Auch erweiterte Informationen zu Produkten wird man durch AR und VR zur Verfügung stellen können. Außerdem werden auch in Zukunft Emotionen eine große Rolle im Marketing spielen und die wird man besonders durch VR noch echter erlebbar machen können.

Fazit

Du siehst, auch wenn AR und besonders VR noch nicht 100 prozentig ausgereift sind, bieten sie bereits jetzt viele Möglichkeiten und enorme Vorteile im Marketing. Es lohnt sich also, den ersten Schritt zu machen und sich zu überlegen, wie man die Technologien sinnvoll einsetzen kann. Wie immer lautet das Motto auch hier: Einfach mal machen!

Wir sehen in den neuen Technologien ein riesiges Potenzial und sind sehr gespannt auf die weitere Entwicklung.

Falls du mehr über Social Media Trends lesen willst, wie z.B. Social Media Trends 2022 oder wie du Social Media als nachhaltige Marke nutzt, dann schau gerne auf unserem Blog vorbei!

Benötigst du noch mehr Informationen zu Social Media? Besuch gerne unsere Webseite. Hier wird dir in etlichen Kategorien First-Hand-Information bereitgestellt.

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verfasst von
Sara Preuß

Sara Preuß

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